Konfliktlotsen am FEG
Seit 2000 gibt es am FEG Mediatorinnen und Mediatoren, die wir Konfliktlotsen nennen. Wir haben uns für diese Bezeichnung entschieden, weil mit ihr eher als mit der Bezeichnung Streitschlichter deutlich wird, dass die Mediatoren die Kontrahenten durch eine gezielte Gesprächsführung anleiten können, für beide Seiten eine eigene, zufriedenstellende Lösungen zu finden.
Im Grunde „lotsen“ ältere Schüle die jüngeren durch einen Konflikt. Dieses „Ritual“ des Lotsens können Schüler in der 9. Klasse erlernen.
Die Ausbildung zum Konfliktlotsen / zur Konfliktlotsin wird in einer Arbeitsgemeinschaft angeboten. Sie umfasst ca. 40 Wochenstunden (25 Stunden Trainingsprogramm und ca. 15 Stunden praktische Übungen) und schließt mit einem Trainingswochenende auf dem Aremberg und einer Prüfung ab. Die jeweils neue Konfliktlotsenausbildung beginnt einmal im Jahr nach den Herbstferien.
Derzeit sind 30 aktive Konfliktlotsen im Team, die immer wieder ihre Freizeit einsetzen, um Streithähnen zur Verfügung zu stehen. Darüber hinaus werden seit einiger Zeit unserer geschulten Konfliktlotsen auch als Schülervertreter in Disziplinarkonferenzen geschickt, um dort ihren Mitschülern und Mitschülerinnen ebenfalls zur Seite zu stehen.
Ein besonderes Angebot der Konfliktlotsen richtet sich an die Klassenlehrer und Klassenlehrerinnen der neuen fünften Klassen. Damit bereits in diesen frühen Klassen die Schüler lernen, in Streitsituationen gewaltfrei eine Lösung zu suchen, stehen die Konfliktlotsen den fünften Klassen bereitwillig als geschulte und dadurch kompetente Mentoren zur Verfügung.
Seit nunmehr einem Jahr sind die Konfliktlotsen in jeder großen Pause im zentral gelegenen Konfliktlotsenraum, Raum A 147, direkt neben dem Sanitätsdienst, anzutreffen.
Viele gelungene Mediationen in der vergangenen Zeit haben dazu geführt, dass immer mehr jüngere Schülerinnen und Schüler die Hilfe der Konfliktlotsen Anspruch nehmen. Dadurch wird bei einer wachsenden Zahl Betroffener nicht nur ein Bewusstsein für gewaltfreie Konfliktlösungen geweckt, sondern diese erlernen auch selber Strategien dafür. Das schafft eine insgesamt friedlichere Atmosphäre in der Schule.
Im Juni 2005 erhielten die Mediatorinnen und Mediatoren des FEG eine „Anerkennungsurkunde für besonderes ehrenamtliches Engagement“.


