Aktuelles
Ausstellung "Landart" im Kunstverein Bad Godesberg vom 20.5. – 12.6.2006
29.05.2006
Zu sehen sind Arbeiten von Schülern und Schülerinnen
- des Leistungs- und des Grundkurses der Jgst. 12
- der Klasse 6b.
Ausgangspunkt der Gestaltung für die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 12 (Grundkurs und Leistungskurs) war ein realer Ausschnitt einer natürlichen Landschaft in der näheren Umgebung. Diese sollte im ästhetischen Sinne verändert werden und Phasen der Veränderung (Zyklus oder Serie) in einer fünf- oder sechsteiligen Fotofolge festgehalten werden (Format: 30cm x 45cm). Vorgegebene Strukturelemente (z.B. Richtungen, Rillen, Oberflächen etc.) sollten in Ihrer Gestaltung berücksichtigt bzw. verstärkt werden. Bevorzugt sollten natürliche Materialien für die Veränderung gewählt werden (wie z.B. Holzstücke, Sand, wechselndes Licht der Tageszeiten, Witterungsverhältnisse), oder aber auch Materialien, die auf einer natürlichen Basis beruhen (z.B. Lebensmittelfarben, Hanf etc.). Nur nach Rücksprache waren künstliche Materialien erlaubt.
In einem zweiten Schritt sollte (möglichst) das Ausgangsbild auf Leinwand übertragen werden (LK, Format: 80cm x 100cm, GK, Format:30cm x 40 cm), um den Schülerinnen und
Schülern die unterschiedliche Realität zwischen einem gemalten Bild und einer Fotographie deutlich zu machen. Zudem machten sie natürlich so auch Erfahrungen in der Technik des naturalistischen Malens mit Acrylfarben.
Die Skulpturen der Sechstklässler widmen sich der Problematik des menschlichen Eingreifens in die Natur in umgekehrtem Sinn als die Arbeiten der Älteren. Die Natur wird vom Menschen allzu oft nicht bewusst und künstlerisch, sondern unbewusst und nachlässig gestaltet – wenn auch oft bleibend. Achtlos oder vorsätzlich weggeworfener Müll am Wegesrand steht häufig in deutlichem Kontrast zur Natur, gestaltet sie aber dennoch. Die Skulpturen der Schüler spiegeln dies wider und zeugen von Gegensatz und Einheit von Zivilisationsmüll und Natur, indem sie beides in einer Objektmontage zusammenbringen.
Schüleräußerungen
Nadhezda Jung:
Ich fand vor allem das Ergebnis faszinierend. Die Fotos zu schießen hat Spaß gemacht, da man durch die Fotographie die Gegenstände so entfremden konnte, dass zum Schluss neue Assoziationen möglich waren. Das Foto schließlich nahezu identisch zu übertragen, war ein Erfolgserlebnis und erstaunlich.
Ayla Rolffs:
Was mich fasziniert hat, war der Einfluss der Natur, den ich nicht kontrollieren konnte. Lichtverhältnisse, Wind, Wetter oder auch natürlicher Zerfall haben immer wieder zu Effekten geführt, die ich nicht einplanen konnte.