Schüler schreiben – Autoren antworten
Post vom Lieblingsautor zu bekommen - das ist schon etwas ganz Besonderes. Diese Erfahrung konnten Schüler der Klasse 6c machen, die in den Deutschstunden im Computerraum des FEG über ihren Lieblingsautor recherchierten und neben allerlei Wissenswertem zur Person auch dessen Adresse herausfanden. Nun konnten sie endlich alle Fragen und Anliegen loswerden, die sie in einem Brief am Schul-PC formulierten und den dann auch abschickten. Groß war die Freude, wenn jemand Post vom Autor bekam, die dann natürlich der ganz gespannten Klasse vorgelesen werden musste.
Außerdem hat jeder Schüler über sein Lieblingsbuch eine Rezension verfasst, die in einem Reader für die gesamte Klasse aufgenommen wurde, sodass ein klasseneigenes Forum für Leseempfehlungen entstand.
Hier sind als Einblick in die Arbeit der Schüler einige Briefe und Rezensionen.
Sehr geehrter Herr Uwe Timm!
Haben Sie auch so einen Hamburger Dialekt? Oder können Sie auch so sprechen? Hatten Sie so einen Lehrer wie den fiesen „Schaper“ oder den netten „Herrn Hubert?“ Also manche Lehrer bei uns sind zwar ein bisschen doof, aber keiner ist so fies wie dieser „Schaper“.
Ist „Pagensand“ wirklich eine Insel auf der Elbe? Und wenn ja, waren Sie da schon?
Sie erzählen in „Der Schatz auf Pagensand“ von dem Hausschwein Caesar und Sie haben sogar einen ganzen Roman über ein Schwein geschrieben: „Rennschwein Rudi Rüssel“. Andere Autoren berichten da eher von einem Hund. Wie sind Sie darauf gekommen von einem Schwein zu berichten? Sind Schweine Ihre Lieblingstiere?
Sie schreiben ja zum größten Teil Bücher für Erwachsene. Wie sind Sie dann darauf gekommen auch Kinderbücher zu schreiben?
Haben Sie selber Kinder?
Ich würde mich freuen, wenn Sie meine Fragen beantworten würden und mir zurück schreiben würden.
Mit freundlichen Grüßen
Alissa
Sehr geehrte Frau Boie,
ich heiße Katharina, ich bin zehn Jahre alt und gehe in die fünfte Klasse des Friedrich-Ebert-Gymnasiums in Bonn. In Deutsch haben wir gerade das Thema: „Wie stelle ich mein Lieblingsbuch vor?“. Dabei ist meine Deutschlehrerin auf die Idee gekommen, dass wir einen Brief an den Autor unseres Lieblingsbuches schreiben. Mein Lieblings Buch ist „Die Medlevinger“. In den letzten Tagen saßen wir viel im Computer-Raum unserer Schule, um Informationen über die Autoren und die Bücher zu finden. Auch haben wir selbst Klappentexte für das Buch entworfen.
In dem Buch finde ich es sehr schön beschrieben, wie sich zwei Welten treffen. Dort erzählen Sie von dem erst netten Herrn Idelung, der sich später als der böse Kain herausstellt. Hatten Sie jemanden als Vorbild für ihn, vielleicht aus einem Traum? Ich finde, Herr Idelung ist Ihnen sehr gut gelungen, da man bis zum Ende nicht wusste, wer es jetzt ist. Ich habe die ganze Zeit gedacht, es wäre Herr Pokaschinski. Wie sind Sie darauf gekommen, dass die Fibel der Medlevinger nur in der Menschenwelt Zauberkräfte entwickelt? Verbinden Sie den großen Tag mit etwas Besonderem aus Ihrem Leben?
Oft versuche ich lange Geschichten zu schreiben, aber dann verzwicke ich mich so, dass es nicht mehr gut und ziemlich unlogisch wird. Deswegen würde es mich sehr interessieren, wie Sie vorgehen, wenn Sie ein neues Buch schreiben wollen. Und woher kommen Ihre Ideen? Z.B. bei „Alhambra“ haben Sie ja über das Jahr 1492 geschrieben, wie ein Junge in dieses Jahr reingerutscht ist. Auch dieses Buch fand ich sehr schön. Bringen Ihre Kinder Sie auch auf neue Ideen? Wie sind Sie dazu gekommen Kinderbücher zu schreiben und schreiben Sie auch Bücher für Erwachsene?
Sonst wünsche ich Ihnen noch viel Erfolg und Spaß beim Schreiben.
Mit freundlichen Grüßen
Katharina
Enid Blyton: Fünf Freunde auf Schmugglerjagd
Dies ist das fünfte Abenteuer der fünf Freunde. Die fünf Freunde wurden von einem Freund von Julius und Richard in eine Moorlandschaft eingeladen. Dort wittern sie ein Geheimnis und sind auf einer heißen Spur bis der anscheinend taube Diener Block dazwischen kommt. Aus einem kleinen Geheimnis wird dann eine große und gefährliche Verfolgungsjagd.
Enid Blyton schreibt das Buch mit viel Witz und Spannung. Es macht Kindern klar, dass man immer vorsichtig sein muss, mit wem man zusammen arbeitet und wem man vertraut.
Wenn man das Buch liest, wird man wie süchtig danach. Ich meine damit, dass man sich nicht mehr von dem Buch losreißen kann. Wenn man dann aufhört, möchte man am Liebsten gleich weiter lesen. Nur leider ist man, wenn man das Buch so schnell liest, auch sehr schnell fertig. Nur das gut ist, dass es so viele andere Bücher von den fünf Freunden gibt, ganze 42 Bände. Wenn man die durchgelesen hat, gibt es ja noch die Abenteuerserie, die fast genauso spannend ist wie die fünf Freunde.
Na, neugierig geworden? Aber lest doch selbst wie es weiter geht…
Valentina
Cornelia Funke: Herr der Diebe
In dem Buch geht es um eine Bande, die in Venedig lebt und deren Anführer und Beschützer Scipio ist. Eines Tages kommen zwei Neue, Prosper und Bo, in die Bande. Sie sind Brüder und vor ihrer Tante und ihrem Onkel weggelaufen, die sie auseinander reißen wollen. Die Mutter von Prosper und Bo ist gestorben, einen Vater gibt es nicht. Dummerweise können sich die Tante und der Onkel von Prosper und Bo denken, wo ihre beiden Neffen sind. Sie setzen einen Detektiv auf Prosper und Bo an. Die beiden ahnen nichts. Es beginnt eine heiße Verfolgungsjagd. Ihr fragt euch sicher, wovon die Bande lebt. Dazu komme ich jetzt. Scipio klaut Sachen und bringt sie der Bande zum Verkaufen an den Antiquitätenhändler Barbarossa. Der hat eines Tages einen Auftrag für sie. Außerdem bekommen sie etwas raus, was alle aus der Bahn wirft. ….
Cornelia Funke schreibt mit viel Gefühl und Einfühlungsvermögen. Außerdem bringt sie Kindern ein wichtiges Thema näher: Armut. Allerdings beweist das Buch auch, dass man, wenn man will und zusammenhält, viel erreichen kann. Das Buch ist ein Gemisch aus Fantasie, Freundschaft und Realität, also für jeden das Richtige.
Cornelia Funkes Buch ist sehr lebendig geschrieben und hat dieses gewisse Etwas, das alle ihre Bücher auszeichnet. Es ist spannend und packend be- und geschrieben. Außerdem hat es nicht diese Anfangslangeweile, mit der die meisten Bücher anfangen. Das Einzige, das nicht so gut ist, ist das plötzliche Ende. Aber den Rest soll ihr erst mal einer nachmachen!
Der Anfang des Buches hat mir sehr gut gefallen, weil er unheimlich viel von Cornelia Funkes Sprachtalent ausdrückt. Das Buch erschlägt dich fast, aber auf angenehme Weise mit dem Einfühlungsvermögen, womit diese Stelle geschrieben ist. Es bereitet einen auf den restlichen Teil des Buches vor. Außerdem bekommt man Lust dieses Buch zu lesen.
Das Buch nimmt einen gefangen und mit zu Prosper, Bo und nach Venedig. Wenn du aufgehört hast, musst du erst mal wieder in die wirkliche Welt zurückkehren, gerade am Anfang.
Charlotte
Christopher Paolini: Eragon
Eragon, der Drachenreiter, und Saphira, die Drachin, gehen durch Dick und Dünn. Sie lassen einander nie im Stich. In der Geschichte kommen folgende Figuren vor: Brom, der Geschichtenerzähler, der mit Eragon eine Zeit lang durch die Länder gezogen ist und ihn viel in der Magie gelehrt hat. Murtagh, der Eragon vor dem sicheren Tod bewahrt hat und ihn zu den Varden gebracht hat. Orik, der Zwerg, der Eragon in Tronjheim rumführt und beschützt. Arya, die Elfin, die Eragon in Gilead befreit hat. Und natürlich Saphira, die Drachin von Eragon. Das Problem ist, dass Murtagh der Sohn von einem Abtrünnigen ist und dass Eragon Saphira (solange sie im Königreich sind) verstecken muss. Und dass Eragon, Saphira und Murtagh im ganzen Königreich gesucht werden.
Christopher Paolini schreibt spannende Bücher, in denen alle Sätze aufeinander aufgebaut sind. Das ist der erste Band der Eragon-Trilogy. Eragon ist ein klassisches Magie- Abenteuerbuch mit Monstern, Drachen und anderen Fabelwesen. „Eragon“ ist ein klassisches Magie-Abenteuerbuch wie zum Beispiel die „Harry Potter“-Bücher. In „Eragon“ sind viele Wörter, die als Zaubersprüche dienen, fast wie bei „Harry Potter“.
Ich finde „Eragon“ sehr gut, weil die Handlung sehr einfach zu verstehen ist und weil das Buch sehr spannend ist. Allerdings finde ich es nicht so gut, dass Eragon immer so viele Freunde verliert. „Eragon“ ist ein Buch für 10 -16-jährige. Es ist sehr actionreich, abwechslungsreich und geheimnisvoll. Wenn man „Eragon“ liest, hat man actionreiche Unterhaltung.
Leon




