Studien-und Berufsorientierung
Der Runderlass des Ministeriums für Schule und Weiterbildung vom 6.11.2007 zur Berufsorientierung in der Sekundarstufe I, in der gymnasialen Oberstufe, im Berufskolleg und im Weiterbildungskolleg legt für die Berufsorientierung folgende Inhalte und Ziele fest (Auszug):
Im Rahmen der Berufs- bzw. Studienorientierung sollen junge Menschen befähigt werden, eigene Entscheidungen im Hinblick auf den Übergang ins Erwerbsleben vorzubereiten und selbstverantwortlich zu treffen.
Mädchen und Jungen sollen darin unterstützt werden, ihre individuellen fachlichen Interessen und Fähigkeiten ohne frühzeitige Einschränkungen durch tradiertes Rollenverhalten selbstbewusst weiterzuentwickeln.
Dazu sollen Kenntnisse über die Wirtschafts- und Arbeitswelt vermittelt, Berufs- und Entwicklungschancen aufgezeigt und Hilfen für den Übergang in eine Ausbildung, in weitere schulische Bildungsgänge oder in ein Studium gegeben werden.
Im Sinne individueller Förderung sollen Schülerinnen und Schüler den Übergang von der Schule in den Beruf verstärkt als Anschluss und nicht als Abschluss erleben.
Die Berufs- bzw. Studienorientierung ist eine gemeinsame Aufgabe von Schule und Berufsberatung der Agenturen für Arbeit, die in der gemeinsamen Rahmenvereinbarung vom 17.9.2007 dokumentiert wird.
Berufs- bzw. Studienorientierung wird in enger Abstimmung mit außerschulischen Partnern wie Hochschulen, der örtlichen Wirtschaft und ihren Organisationen, den Trägern der Jugendhilfe, den Arbeitnehmerorganisationen und weiteren Partnern durchgeführt.
Mit dem Modell zur Berufs- bzw. Studienorientierung und zur Berufszielfindung am FEG sollen einzelne Maßnahmen in der SI und in der gymnasialen Oberstufe sinnvoll verknüpft werden. Dabei unterstützen uns die Agentur für Arbeit und unsere Kooperationspartner Deutsche Telekom, Deutsche Post – DHL, Fachhochschule Bonn/Rhein-Sieg sowie unsere Partner Universität Bonn, AOK und Barmer GEK.
Berufs- und Studienwahl ist ein Prozess. Dieser Prozess bedarf einer bewertungsfreien Begleitung durch andere. In diesem Prozess gibt es Raum
- für die Auseinandersetzung mit eigenen Wünschen und Anliegen (Was ist mir wichtig?) und
- für die Zusammenstellung der persönlichen Besonderheiten und Stärken (Kompetenzprofil: Was mache ich, was weiß ich, wie bin ich?). Beide bieten die Grundlage für
- eine offene und kreative Ideenfindung, welche Tätigkeiten für die Person denkbar wären. Die Tätigkeitsbeschreibung ist hier wichtiger als die Berufsbezeichnung! Die 2-3 Ideen, die am ehesten reizen sind die Grundlage für
- die Informationsrecherche. Welche Informationen brauche ich und wie bekomme ich sie? Hier soll eine soweit es geht eigenständige Informationssuche ermöglicht und begleitet werden. In
- der Zielgruppenkurzbewerbung bündelt sich der Prozess. Einem möglichen Arbeitgeber wird ein sogenanntes Nutzenangebot (i.d.R. schriftlich) gemacht.
- Im persönlichen Maßnahmenplan (Förderplan, Zielvereinbarung) werden die weiteren Schritte festgehalten. Es ist eine überprüfbare Vereinbarung mit sich selber und dient dazu am Ball zu bleiben.
(aus STUFEN zum Erfolg; Partnerfuerschule.nrw)
Letzte Änderung: 22.06.2011

