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"Alles Käse - oder was?" -Workshop auf dem Krewelshofr Käserei Krewelshof (7c)
Bilder, 22.10.2007
Vor sechs Jahren, also 2001, gründete Herr Theo Bigger den Krevelshof für Obst, Gemüse, Marmelade und Käse (Frischkäse und Gouda). Der Käse wird aus der Milch von eigenen Ziegen (Ziegenkäse) oder aus Kuhmilch einer Molkerei (Kuhmilchkäse) hergestellt. Bevor Herr Bigger den Krevelshof gründete betrieb er Ackerbau. Auf dem Hof werden neben den Ziegen auch Schweine gehalten. Für die Kinder, die den Hof besuchen, befindet sich dort eine große Spielehalle und ein Spielplatz.
Wir, die Klasse 7c, haben den Krewelshof im Rahmen unseres Projektunterrichts "Alles Käse - oder was?" besucht und Ziegenkäse selbst hergestellt.
Die frische Ziegenmilch wird zuerst gefiltert. In der Milch befinden sich Milchsäurebakterien. Diese ernähren sich vom Zucker in der Milch. Da die Milch aber warm ist, und sich die Bakterien schön vermehren, kann es passieren, dass die Milch zu schnell sauer wird. Damit das nicht geschieht, wird in die Milch heißes Wasser geschüttet. Sie wird also erhitzt, und dann wieder auf 30° C abgekühlt. Durch diesen Vorgang sterben 99 % der Bakterien ab. Die "schlechten" sowie leider auch die "guten" Bakterien. Weil zu viele "gute" Bakterien sterben wird eine bestimmte Menge wieder hinzugefügt. Danach wird Lab beigemischt, damit das Milcheiweiß gerinnt und fest wird. Das Eiweiß schwimmt dann über der Molke.
Die Klasse wurde für den Käse-Workshop in Gruppen eingeteilt. Vier von uns bekamen je eine Wanne mit der so vorbereiteten Milch. Dann haben wir 20 Minuten das Eiweiß an der Oberfläche mit bestimmten Schneidegeräten (Käseharfe) und Messern zerteilt und mit einem großen Löffel umgerührt und so das Eiweiß in der Molke zerstückelt.
Nach einiger Zeit sanken die Eiweißstückchen unter die Molke. Danach fischten wir sie mit Sieben heraus und gaben so viel wie möglich in spezielle Töpfchen. Diese wurden dann mit einem Deckel verschlossen, umgedreht und eine Weile stehengelassen. So konnte noch zwischen den Eiweißstückchen vorhandene Molke abfließen.
Im Betrieb verlaufen einige Vorgänge allerdings ein wenig anders: Der Käse wird mit Luftdruck eine Stunde lang gepresst. Er bleibt dann zwei Tage liegen, und wird anschließend mit einer Wachsschicht umhüllt. Von dort aus wandert er in ein 14° C kaltes Einzellager, wo er zwei bis fünf Wochen lang reift und dann verkauft wird.
Während unser Käse in den Förmchen reifte, wurden uns im Hof die Ziegen, deren Milch für die Käseherstellung verwendet wird, gezeigt. In dem Melkstall haben 24 Ziegen Platz. Diese werden abends und morgens gemolken. Jede Ziege liefert pro Tag 3 l Milch. Im Vergleich dazu gibt eine Kuh 32 l pro Tag. Die Ziegen werden zweimal pro Tag mit Äpfeln, Kartoffeln, Möhren, Heu, Stroh und einer Getreidemischung gefüttert. Die deutsche Edelziege (seit 1982) benötigt pro Jahr 450 Kilogramm Stroh und 3000 l Wasser. Im Hof waren auch zwei Hängebauchschweine, Gokarts und ein Riesentrampolin.

Nachdem wir unseren Käse eingepackt hatten, sind wir in eine Spiehalle, die zum Hof gehört, gegangen. Dort haben wir Äpfel und Apfelsaft von hofeigenen Äpfeln bekommen und sind auf einer Hüpfburg gehüpft. Wir haben dort noch ein wenig Zeit verbracht, dann kam der Bus und wir fuhren wieder nach Hause.
Antonia Zvolský, 7c, FEG November 2007







